Breite 35 mm, Blattlänge 120 mm, Gesamtlänge 560 mm.
Ein Juwel japanischer Schmiedekunst: Eisen aus der Meiji Epoche transformiert Meister Hideo Iyoroi zu Yarri-Kanna- Klingen von holzähnlicher Zeichnung. Das vielfach gefaltete Material ist mit "Weißem Papierstahl" belegt und in einem fein gearbeiteten Griff aus Magnolienholz (Ho) eingestielt. Die Ästhetik dieses Ritualgeräts ist nicht weniger faszinierend als seine Funktion.
Yarri-Kanna (Speerhobel) Das Yarri-Kanna ist eines der ältesten Werkzeuge zum Glätten von Holz. Es gilt als der Vorläufer des japanischen Hobels. Die beidseitig geschärfte Klinge kann sowohl gezogen als auch geschoben werden. Durch die freihändige Führung folgt man der Maserung des Holzes, um organische Oberflächenstrukturen von hoher haptischer Qualität zu erzeugen. Es können sowohl flache als auch gekrümmte Werkstücke bearbeitet werden, als typisches Beispiel sei der Tokobashira, der in der Bildnische eingebaute Schmuckstamm, erwähnt. Faszinierende Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich auch bei der Herstellung dekorativer Füllungen, Reliefs oder plastischer Arbeiten.